Montag, 9. Dezember 2013

Nullarbor nach Port Lincoln 24.11.2013 - 5.12.2013

Nach einer Nacht unter einem unglaublichen Sternhimmel am Anfang der Nullarbor Plains hatten wir am nächsten morgen doch tatsächlich ein paar wenige Tropfen Regen. So was aber auch, wo die Nullarbor Ebene doch als recht regenarm gilt!
John begleitet mich noch ein Stücken bis zu den Cameltanks, einem Regenwassersammelbecken, das vor gut 100 Jahren für die Kamelkutschen die für den Warentransport zuständig waren, angelegt wurde.



Wir verabschieden uns von einander bis zum Wiedersehen beim Flinders Ranges Classic Treffen im April. Als Abschiedsgeschenk hat John mir noch seine Kühltasche geschenkt, da ich am Tag zuvor erwähnt hatte so eine auch noch zu brauchen.
Da John mich mit allen möglich GPS Tracks für die Nullarbor ausgestattet hat nehme ich von den Cameltanks noch einen kleinen Umweg zur Küste.




Nach ungefähr 7 Stunden habe ich die 160 km geschafft und erreiche das Caiguna Roadhouse. Den Tank auffüllen, wieder für günstige 2,10$, noch schnell ein Eis gekauft und weiter ging es, aber auf Teer :)
Einen kleinen Umweg zur Cocklebiddy Höhle habe ich dann aber doch noch gemacht.





Soll ein echt genialer Tauchspot sein da ein Großteil der Höhle Unterwasser steht.
Bei Cocklebiddy Roadhouse genehmige ich mir eine Dusche und das Motorrad bekommt 4 Liter Benzin zu 2,14$ der Liter.
Ich hab dann noch versucht drei Höhlen in der Nähe des Roadhouses zu besichtigen aber bei zweien habe ich den Eingang nicht gefunden und die dritte sah mir doch zu steil aus. Die Nacht habe ich auf einem der vielen Rastplätze etwas abseits des Eyre Highways verbracht.
Den nächsten Vormittag habe ich zuerst einmal weiter auf der Straße verbracht. Vom Madura Roadhouse für 2,12$ ging es zum Mundrabilla Roadhouse (nur 91 Oktan Benzin verfügbar).
Nach einem Eiscremestopp hab ich dann wieder einen von Johns Tracks  genutzt um zum nächsten Roadhouse zu gelangen. Zunächst bin ich glaube ich in einer Aborigine Community gelandet.




Dann ging es auf einem schön zu befahrenden 4WD Track weiter in Richtung Ruinen der alten Telegraph Station durch die Roe Plains.



Ungefähr einen Kilometer bevor ich die Ruinen erreichte bestand der Track auf einmal nur noch aus Sanddünen. Ich hasse es durch Sanddünen zu fahren!



Aber was soll es ich will ja nicht zurück und einen Umweg von 3 Kilometern in kauf nehmen, also durch. Nach ungefähr 2/3 rieche ich auf einmal verbranntes Plastik. Ich drehe mich um und sehe Reservekanister nicht mehr an dem Ort an dem er sein sollte. Einer der Spanngurte hatte sich gelöst und so hing der Kanister an der Seite des Motorrads und berührte den heißen Auspuff.




Noch mal glück das nur eine kleine Restmenge Benzin drin war.
Ich habe es dann aber doch noch bis zu den Ruinen geschafft :)



Kurze Pause beim Eucla Roadhouse eingelegt und dann ging es auch schon weiter bis zu Grenze von Western Australia und South Australia.




Dort habe ich den Eyre Highway dann wieder verlassen und einen Abschnitt des Old Eyre Highways genutzt.



Bis zum verlassenen Koonalda Roadhouse bin ich auf dem Old Eyre Highway geblieben.









Dann wollte ich auch mal die Küste sehen :)



Die Nacht habe ich wieder auf einem der Rastplätze verbracht.



Am nächsten morgen hab ich dann einen bisschen mehr Gas gegeben und den Teer nicht mehr verlassen und so war ich um die Mittagszeit in Ceduna, dem ersten richtigen Ort in South Australia. Dort hab ich mich in der Touristeninformation zuerst mit neuem, kostenlosen Kartenmaterial eingedeckt und dann noch ein Paar Lebensmittel eingekauft.
Ich bin dann aber noch weitergefahren bis in den kleinen Fischerort Smoky Bay.




Dort habe ich mich auf den örtlichen Campingplatz niedergelassen und dann war ich noch mal einkaufen fürs Abendessen. Es gab 25 Austern für 14$ der beste Preis den ich bis dahin gesehen habe.
Da ich nach der ersten zu faul war die anderen 24 zu öffnen hab ich sie auf dem BBQ mit Bacon und BBQ-Sauce zubereitet. Sehr lecker!



Der nächste Tag führte mich zuerst in den Küstenort Streaky Bay und von da aus auf einen Rundtour entlang der Küste.







Zurück in Streaky Bay hab ich noch ein Paar Lebensmittel eingekauft und bin dann weiter Richtung Süden bis zu einem Campingspot am Strand Namens Walkers Rock.
Wegen schlechtem Wetter bin ich dann gleich für zwei Nächte geblieben.
Direkt am ersten Abend erreichte mich eine Einladung von Matty und Naz ( www.sailadventure.com.au ) sie in Port Lincoln zu besuchen. Also hab ich mich nach der zweiten Nacht aufgemacht nach Port Lincoln.



Mein Treffpunkt mit Matty war ein Aussichtspunkt auf einem Berg von dem man einen fantastischen Ausblick über die Stadt hat.



Angekommen bei Mattys Haus lernte ich zuerst (quasi schon auf der Straße) seinen Hund Ani und dann Naz kennen. Am ersten Abend habe ich es dann noch genau ein Foto geschossen.



Aber ich habe Matty und Naz noch eine Video gezeigt, an das John mich in Esperance erinnert hatte. Das Video hat sich zum Running Gag für meinen gesamten Aufenthalt entwickelt.



Samstagmorgens hab ich mich zu einer kleinen Erkundungstour in den Lincoln National Park aufgemacht.



Eigentlich wollten wir am Nachmittig zu einer Segeltour aufbrechen aber der Wetterbericht verhieß nichts Gutes. Es gab dann auch die halbe Nacht von Samstag auf Sonntag ein Gewitter. Sonntagvormittags sind wir dann aber aufgebrochen.







Weit gekommen sind wir aber nicht nur vom Yachthafen bis zum Jetty der Stadt. Matty hatte am Montag ein paar Termin in der Stadt zu erledigen und die waren vom Jetty gut zu fuß zu erreichen. Wir haben dann noch Besuch von George und seinem Hund Jimmy bekomme.



Der Abend entwickelte sich zu einer feuchtfröhlichen Veranstaltung mit Bier und BBQ auf dem Boot.



Kurz vor Mitternacht hat Naz beschlossen mir zu zeigen wie man Angelt und so haben wir alle versucht etwas zu fangen.



Ich hatte Glück und habe tatsächlich etwas erwischt.



Wie so ein Fisch schmeckt kann ich leider noch nicht sagen da wir ihn als Köder verwendet haben.
Da wir am Abend zuvor mit dem Fischen leider keinen Erfolg mehr hatten, habe ich mit Mattys Hilfe zwei 10Liter Eimer voll Muscheln vom Jetty geerntet.



Als Matty mit seinen Terminen fertig war haben wir die Taue gelöst und sind hinaus in die Bosten Bay gesegelt.
Mit Ani an Bord des Boots ist es quasi unmöglich vorbeischwimmende Delfine zu verpassen, da diese mit lautem Gebell begrüßt werden.





An unserem Ankerpunkt angekommen haben wir wieder die Angeln ausgeworfen aber nur Matty hatte Glück und hat einen Tintenfisch erwischt.



Also gab es zum Abendessen Pasta mit Muscheln und Tintenfisch – lecker!
Da ich am Abend zuvor zugesagt hatte ich würde auf den Mast klettern hab ich es dann auch tatsächlich gemacht.





Am nächsten morgen sind wir wieder in See gestochen und haben mittags in einer kleinen Bucht geankert. Matty hatte schon nach wenigen Minuten einen weitern Tintenfisch an der Angel und so gab es mit den Tintenfischresten vom Vortag ein wunderbares Mittagessen.





Eigentlich hatte ich vor am nächsten Morgen abzureisen aber der Wetterbericht verhieß nichts Gutes und so bin ich noch eine Nacht länger geblieben. Matty hat mich dann noch zu einer Tour mit dem Motorrad in den Lincoln National Park begleitet.



Am Abend hatten wir die beste Paella die ich seit langem gegessen hab. Matty hatte eine Tüte voll Beifang von einem der Fischerboote bekommen und es waren noch massenweise Muscheln übrig.






Gegessen haben wir die Paella anfangs an einem wunderbaren Lagerfeuer im Garten, wurden dann aber von einem Regenschauer nach drinnen verscheucht.




Da auch für den nächsten Morgen noch Regen angekündigt war hab ich meine Abreise auf den Nachmittag verschoben. So konnte ich auch noch die Pizza die Naz zum Mittagessen zubereitet hat genießen.


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